Stillstand ist Rückschritt…

…heißt es in der Umgangssprache häufig, ist jedoch beim Thema Bremsen völlig fehl am Platze. Denn das Einzige was eine gute Bremsanlage ausmacht ist die Zeit, die bis zum vollständigen Stillstand des Fahrzeuges vergeht. Oftmals sind es nur wenige Augenblicke, die in brenzligen Situationen eventuell auch über Leben und Tod entscheiden können. Damit Sie in Gefahrensituationen richtig reagieren können, ist es unter anderem wichtig einige Informationen über die Funktionsweise von Bremsen zu haben. Aber auch einige nützliche Tipps sollen Sie im folgenden Text erhalten.

Von den in den Anfangszeiten des Automobils entwickelten Bremsen bis hin zu den hochkomplexen Bremssystemen der heutigen Zeit ist es ein weiter Weg gewesen. Für viele Autofahrer ist es ein ganz neues Gefühl ein Auto ohne Bremskraftverstärker oder ABS zu fahren. Viel zu oft verlassen sich Autofahrer auf die zahlreichen kleinen Helferlein, die im Notfall im wahrsten Sinne des Wortes die “Kuh vom Eis holen” können. Haben Sie sich aber schon einmal Gedanken gemacht wie Sie sich verhalten würden wenn ein elektronisches System versagt? Wären Sie der Situation gewachsen ohne technische Hilfsmittel das auf die Straße rennende Kind zu umfahren? Viele würden diese Frage wohl mit einem klaren Nein beantworten.

Sollte es wirklich einmal zu einer solchen unglücklichen Situation kommen gilt es sich auf einige bewährte Techniken zu besinnen: Zum einen muss beim Ausfall des Bremskraftverstärkers wesentlich fester auf die Bremse gedrückt werden, um überhaupt eine Bremswirkung zu erzielen. Dann wiederum darf man den Blockierpunkt der Räder nicht ausreizen. Fangen die Räder erst einmal an zu blockieren, so ist eine gefahrlose Umfahrung eines Hindernisses meistens nicht mehr möglich. Eine Verhaltensregel die Sie in älteren Autozeitungen oder auch Gebrauchsanweisungen finden ist, die Bremsen zunächst zum Blockieren zu bringen um dann wieder langsam vom Pedal zurückzugehen. Dieser Vorgang wird so lange wiederholt, bis das Auto zum Stillstand gekommen ist. Diese so genannte Stotterbremsung verhindert, dass das Fahrzeug während des Bremsmanövers nicht mehr steuerbar ist. Die gleiche Technik vollzieht sich übrigens auch bei Fahrzeugen mit funktionierendem ABS, nur eben automatisiert.

Um solche Situationen gemäß dem Motto “Prävention ist besser als Reaktion” zu vermeiden, sollte Ihr Fahrzeug mitsamt Bremsen regelmäßig und gründlich von der Werkstatt Ihres Vertrauens gewartet werden. Ebenfalls sollte vor jeder größeren Fahrt ein kurzer Selbstcheck der wichtigsten Teile des Fahrzeugs erfolgen. Investieren sie dazu vielleicht 5 Minuten um in eventuellen Gefahrensituationen bestens gerüstet zu sein.

Ein optimales Bremsverhalten setzt jedoch nicht nur eine gute Wartung voraus. Auch die Qualität der regelmäßig zu ersetzenden Verschleißteile wie zum Beispiel Bremsbeläge oder Bremsscheiben sind von entscheidender Bedeutung für das Verzögerungsverhalten Ihres Fahrzeuges. Schauen Sie also am besten besonders bei so wichtigen Baugruppen wie den Bremsen nicht nur nach dem Preis, sondern auch nach der gebotenen Leistung und Qualität. Eine Einsparung an den entsprechenden Teilen kann Sie im Notfall sehr teuer zu stehen kommen.

Letzten Endes ist es für alle Teilnehmer am Straßenverkehr wichtig, dass jeder auf die Verkehrssicherheit seines Fortbewegungsmittels achtet. Denn nicht nur im eigenen Interesse sondern im Interesse aller sollten Sie eine Fahrt nur mit einem verkehrssicheren Fahrzeug antreten, denn nur dann ist gewährleistet, dass Sie durch gekonntes führen ihres Autos Gefahrensituationen sicher lösen, oder erst gar nicht in diese geraten.

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